Klebstoffe – ein wachsender Markt.

Als Ende des 19. Jahrhunderts der Bedarf an Gütern aller Art immer mehr stieg, wurde auch mehr Leim benötigt. Dieser Umstand beschleunigte die produktionstechnische Entwicklung. Die Anforderungen an die Qualität stiegen und es wurde begonnen, nach modernen Alternativen zu suchen.

So brach Anfang des 20. Jahrhunderts das Zeitalter der Klebstoffe auf Basis synthetisch hergestellter Rohstoffe an. Die Menschen erforschten die Wirkungen von Adhäsions- und Kohäsionskräften, den Aufbau der Klebstoffe und entwickelten immer leistungsfähigere Varianten.

Das 1914 patentierte Polyvinylacetat ist bis heute der meist verwendete synthetische Rohstoff für die Klebstoffherstellung.

Über 100 Jahre später.
Die Klebstoffindustrie hat inzwischen eine enorme wirtschaftliche Bedeutung und wächst ständig weiter. Allein in Deutschland werden jährlich ca. 1,5 Millionen Tonnen Kleb-, Dicht- und zementäre Bauklebstoffe produziert. Rund 50 % der in Deutschland produzierten Waren und Baudienstleistungen stehen mit Klebstoffen in Verbindung.

Heutzutage kann praktisch alles geklebt werden. Viele Produkte wie z.B. Mobiltelefone, Matratzen oder Autos wären ohne die Verwendung von Klebstoffen gar nicht mehr realisierbar. Kleben ist in der Konstruktion unverzichtbar geworden. Selbst Häuser oder Brücken werden mittlerweile zusammengeklebt. Es werden immer häufiger Verbundwerkstoffe verwendet, da sie leichter, fester und billiger sind als viele herkömmliche Baumaterialien. Diese Produkte können mit Klebstoff verbunden werden: das spart nicht nur Schrauben, sondern ist auch eine schnellere und effizientere Konstruktionsmethode.

Sogar von Wolkenkratzern spricht man in diesem Zusammenhange bereits. Durch die Gewichtsreduzierung des Gebäudes können nicht nur Kosten gesenkt werden. Auch Schwankungen während eines Erdbebens könnten der Vergangenheit angehören.

Es gibt unzählige Einsatzgebiete mit unterschiedlichen Anforderungen. Da ist es nicht überraschend, dass es mittlerweile ca. 30.000 verschiedene Klebstoffe auf dem Markt gibt.

 

Bewegen sich in der Mikroelektronik die Klebstoffmengen im Milligramm Bereich, so kann es in der Energietechnik gerne mal um mehrere Hundert Kilo Klebstoff pro Teil gehen.

Kleben ist wie Schweißen und Löten ein stoffschlüssiges Fügeverfahren und essentiell in der Industrie.

Klebstoff verbindet Werkstoffe. Das geschieht durch Oberflächenhaftung (Adhäsion) und die innere Festigkeit (Kohäsion). Klebstoff kann aber noch viel mehr. Er kann zum Beispiel Schwingungen dämpfen, abdichten, vor Korrosion schützen oder isolieren. Eine gute Klebverbindung hängt von vielen Aspekten ab, deshalb müssen alle qualitätsbeeinflussenden Faktoren entlang der Prozesskette betrachtet werden.

Ein Prozessschritt ist die richtige Mischung und Dosierung.
Die Messung hochviskoser Flüssigkeiten ist sehr anspruchsvoll. Füllstoffe beispielsweise können Verarbeitungseigenschaften von Materialien stark ändern.

Die Präzision des Durchflussmessgeräts garantiert das richtige Mischverhältnis und somit auch die Qualität des Endprodukts. Äußere Einflüsse, wie Vibrationen, Pulsationen usw. dürfen das Messergebnis nicht beeinflussen.

Gerade 2-Komponenten-Anlagen stellen große Anforderungen an Durchflussmessgeräte.

Da das Durchflussverhältnis von Stamm- und Nebenkomponenten variiert, entsteht ein großer Durchflussbereich (1:20 und größer). Die Zähler müssen robust sein, denn sie dürfen trotz Feststoffen und abrasiven Medien nicht blockieren oder verschleißen. Die Durchflussmessgeräte müssen über eine Richtungserkennung verfügen, da Druckschläge eine kurzzeitige Umkehr des Durchflusses verursachen können.

Auch in Zukunft wird der Markt wachsen, durch zunehmenden Leichtbau, z.B. in der Automobilindustrie, und durch die immer kleiner werdenden elektronischen Bauteile.

Welche Anforderungen müssen die Durchflussmessgeräte in Ihren Anlagen erfüllen?

  • Messungen im Milligramm Bereich?
  • Messung hochviskoser Flüssigkeiten?
  • Präzise Messungen trotz äußerer Einflüsse wie Vibrationen, Pulsationen usw.?

Melden Sie sich bei uns, wir beraten Sie gerne.


31.05.2022

 

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